Ibsen und Hamsun Tage in Grimstad 2004. "Mira er en
stjene som kommer, lyser litt og blir borte. Det er hele
levnetsløpet. Og menneske, her tænker jeg på dig. Av
alt levende i verden er du født til næsten ingen ting.
Du er hverken god eller ond, du er blit til uden at
tænkt mål. Du kommer fra tåken og går tilbake til
tåken igjen, så hjertlig ufuldkommen er du.Og menneske,
setter du dig op på en sjælden hest så er det ikke
noget som gjør den hesten sjelden mere. Støtt så, dag
og vei, sakte -" (Paa gjengrodde stier) Ich sehe Knut Hamsun vor
mir als er in 1888 seinem guten Freund Yngvar Laws
beschwingt schreibt: "...Jeg føler
Produktionslysten slaa i mit Bryst som en Fugl, der slaar
desperat med Vingerne - Jeg føler det i hver Nerve i min
Krop at vi nu staar foran en ny Periode i Litteraturen, -
Problemdigtningen fra Dukkehjemmets Dage er slut -
velsignet være dets minde - og nu tier Ibsen, har tiet i
næsten tre Aar, - Zola venter, Strindberg venter - vi
staar foran en ny Tidsalder. - En ny Vaar er i Fremvækst
nye Kræfter skyder op - en evig fornyelse - en
Vaarmorgen i hver Generation! - Nu kommer vort! ikke et
tilbageslag bort fra Zola - nei frem igen til det nye,
som ingen kjender!" Ibsen sitzt da und schaut zu mit ruhigen Augen, alles hat seiner Zeit, und nun werden die Beiden wieder vereint in ein Programm in Grimstad, vermutlich lächeln sie uns zu aus dem Jenseits, schauen uns mit sanften Augen zu und wünschen uns gute Erlebnisse. "Min Gud, jeg kan ei Deres smak forstå, vet
ei hvor de har deres øyne! Hun er ingen skjønnhet, og
regnes må så halvveis til de forfløyne." -
(Henrik Ibsen) Mit allen Erlebnissen aus Hamarøy frisch vorhanden kam ich nach Grimstad, bereit für neue Erlebnisse und Impulse von Zwei der größten Dichtern Norwegens. Wie es fast zu Tradition geworden ist wohnte ich wieder in "Sørvika" bei gastfreundliche Marianne Hamsun, die eine besondere Freundin geworden ist. Ein Spaziergang rund Nørholm und die Dichterhütte, alles ist friedlich und idyllisch, der Garten ist ein wundervolles Bild von Blumen, Bäume und Sträucher. Die Stille wird nur von den Autos auf der E 18 unterbrochen und von Victoria Hamsuns Hund, der bellend und mit dem Schwanz wedelnd vom Garten aus mein Ausflug zur Dichterhütte verfolgt. Ein wunderschöner Ort, wo man fast Hamsuns Stimme zwischen den Bäumen zu glauben hört. Mutters Klient:
hieß der erste Programmpunkt. Wohl war es am Ende von 4
Wochen Urlaub, wohl bin ich zäh aber hatte wohl doch zu
viel im Kopf gehabt um das Programm richtig zu lesen:
Marianne und ich waren in der Bibliothek in Arendal, kein
Mensch weit und breit und das Programmheft lag Zuhause.
Etwas später erfuhren wir von einer anderer Dame, dass
wir uns im alten Rathaus hätte befinden sollen. Noch
verwirrender wurde es dann als ich das Auto im Parkhaus
holen wollte: ich fuhr und fuhr um aus dem Haus zu kommen
- vieles habe ich in meinem Leben probiert - aber dass
ein Parkhaus ein Tunnel sei, der im anderen Ende der
Stadt mündet, habe ich noch nie zuvor Erlebt! Na, wir
kamen 5 Minuten zu spät an und schafften es doch Signe
Marie Stray Ryssdal und Anne Lise Sijthoff Stray zu
hören, die über ihre Mutter Sigrid Stray erzählten in
einem Interview von Stein Gauslaa.
In Knut Hamsuns Fußspuren: Erster Programmpunkt am nächsten Tag beinhaltete gewisse Herausforderungen, nämlich eine Wanderung über Mølleheia vom alten Krankenhaus, wo Hamsun 1945 interniert war, bis zum berühmten Briefkasten bei Grefstad in der Stadtmitte. Kulturbürgermeister Bjørn Kr. Pedersen gab uns eine lebhafte Beschreibung der Ereignisse, das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite mit Sonne und Wärme. Es wurde eine spannende Wanderung wo wir Junge und Ältere kletterten und wanderten über den Felsen, ganz schön schroff und ich konnte erst ausatmen als ich die Kirchturmuhr sah und mich an Hamsuns Beschreibung von dieser Stelle in seinem Buch "Auf überwachsenen Pfaden" erinnerte. "Jeg var kommet
paa den andre Siden av Heia og vedblev at gaa til jeg saa
Kirketaarnet. Naturligvis var jeg nu paa forbudt Omraade,
men listet jeg mig langt nok - og enda bitte litt til -
kunde jeg kontrolere min Klokke med Taarnuret. Forresten
var jeg egentlig her for at se mig om efter en
Brevkasse."
Es war ein Haufen
"warme" Menschen die, nach der Besichtigung des
berühmten Briefkastens, sich in die überhitzte und
überfüllte Bibliothek begaben, wo die bekannte
Gerichtsverhandlung statt gefunden hatte und über den
wir uns freuten zu hören. Ton zu Ibsen: Über die Arbeit Ton und Musik zu Ibsens Schauspielen zu setzen. Regisseur am Theater des Norwegischen Fernsehen und Radios Steinar Berthelsen und der Komponist Åsmund Feidje erzählten und gaben Tonbeispiele. På scenekanten: lautete nächstes Programmpunkt: Die Sängerin Hilde Hefte mit Egil Kapstad am Klavier schufen die Atmosphäre des Abends, wonach Lise Fjeldstad und Nils Ole Oftebro in einem Interview von Mona Levin über ihr Leben auf der Bühne mit Ibsen erzählten. Ein Feuerwerk von Repliken knisterte und vielen von Ibsens Charakteren wurden lebendig. Ich freute mit dass hier in Karlsruhe, wo ich wohne, gleich zwei von Ibsens Dramen zur Zeit gespielt wird Peer Gynt und Nora oder Ein Puppenheim. Paa gjengrodde stier (Auf überwachsenen Pfaden): Kjell Stormoen ließ ausgewähltes aus Knut Hamsuns letztes Buch, es wurde ein stimmungsvolles Erlebnis - nicht nur die wohlbekannten Wörter zu hören sondern man konnte sich fast vorstellen, dass es Hamsun selber war, der ließ. Ein intensives Erlebnis. Verzeihung Ibseniana, im
Allgemeinen mag ich auch Henrik Ibsen sehr gerne und
nehme sehr gerne an allen Veranstaltungen Teil nicht nur
an die über Hamsun. Nur fehlender Zeit hielt mich ab die
zwei letzten Tage mit guten Ibsen Erlebnisse mit zu
bekommen. Ich kann nur weitergeben was meine Bekannten
erzählten z.B. das Terje Vigen wie immer es schönes
Erlebnis war und das im schönsten Wetter. Der boede en underlig
gråsprængt en (Es wohnte einen
sonderbaren Graubart Aber zuerst hatte Gustav Sætre über Terje Vigen und die Fahrt nach Dänemark berichtet. I Dovregubbens hall (In der Halle des Dovre Trolls) war letzter Punkt im großartigen Programm. Ein Auszug aus dem Ballett "Peer Gynt" mit Askepott-teatrets 60 kleine und große Trolle zeigte eine blühende und Phantasie reiche Vorstellung. Wir sehen alle erwartungsvoll nächstes Jahr entgegen, herzlichen Dank an alle, die uns unvergessliche Erlebnisse schenkten für die Weiterfahrt ins Leben.
|
| © Kirsten Hedvig Rasmussen | www.hamsun.at | |